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FragenHilfe bei SpielsuchtWie können Angehörige helfen?

Hilfe für den Spielsüchtigen durch Angehörige und Freunde

Spielsüchtige sind für die Unterstützung durch ihre Angehörigen und Freunde dankbar. Die von ihnen am intensivsten Form der Hilfe stellt jedoch tatsächlich keine dar.

In keinem Fall Geld leihen

Leihen Sie einem spielsüchtigen Angehörigen oder Freund unter keinen Umständen Geld. Er verwendet dieses dazu, weiterhin zu spielen. Bezahlen Sie auch keine offenen Rechnungen, denn damit unterstützen Sie letztendlich ebenfalls ungewollt das Spielverhalten. Machen Sie Ihrem Angehörigen oder Freund keine Vorwürfe, welche sinnvollen Anschaffungen mit dem verspielten Geld möglich gewesen wären. Damit lösen Sie eher eine Trotzreaktion als die notwendige Einsicht in die Verhaltensänderung aus.

Auf Beratungsangebote aufmerksam machen

Spielsüchtige erkennen oftmals den Behandlungsbedarf nicht. Weisen Sie Betroffene freundlich, aber bestimmt auf das Suchtverhalten aufmerksam und informieren Sie über Beratungsangebote. Bieten Sie Ihre Begleitung für den Weg zu einer Beratungsstelle oder einer Selbsthilfegruppe an. Sprechen Sie über die Probleme, die in die Spielsucht geführt haben.

Verstärken Sie den Umfang Ihrer gemeinsamen Aktivitäten, um den Süchtigen von Glücksspielen abzulenken. Wenn Sie mit dem Spielsüchtigen zusammenleben oder zumindest ein ausgesprochen gutes Vertrauensverhältnis besteht, können Sie Ihm vorschlagen, sich vorübergehend um dessen Finanzen zu kümmern.

Die Fremdsperre als letzte und unvollständige Schutzmöglichkeit

Sie können gegen einen Angehörigen und auch gegen einen guten Freund eine Fremdsperre beantragen. In diesem Fall müssen Sie jedoch Belege vorlegen, dass die Spielsucht bereits zu ernsthaften wirtschaftlichen Schwierigkeiten geführt hat und die Hilfe für den Spielsüchtigen existenziell ist. Diese Bedingung ist oftmals nicht erfüllbar. Die Einsicht des Süchtigen in die Behandlungsbedürftigkeit fördern Sie ohnehin eher, wenn Sie ihn von der Notwendigkeit einer Selbstsperre überzeugen.

Beide Sperren haben gemeinsam, dass sie nur in Spielbanken und für Sportwetten sowie Keno in der Lottoannahmestelle gelten. Online-Wettanbieter und Spielhallen bieten jeweils eigene Sperrsysteme an, die mit wenigen Ausnahmen lediglich für einen Anbieter wirksam sind.