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Jugendschutz im Glücksspielrecht

Glücksspiel erst ab 18

Die zentrale Jugendschutzbestimmung lautet, dass die Teilnahme an Glücksspielen erst ab einem Alter von 18 Jahren erlaubt ist. In bayerischen Spielbanken besteht sogar eine höhere Altersgrenze, dort ist das Spielen erst ab einem Mindestalter von 21 Jahren gestattet.

Spielverbote und Zutrittsverbote

Hinsichtlich des Jugendschutzes ist zwischen einem Zutrittsverbot und einem bloßen Spielverbot zu unterscheiden. Hauptsächlich dem Spielen dienende Räume wie Spielbanken und Spielhallen dürfen Jugendliche nicht betreten, während in Gaststätten lediglich ein Spielverbot besteht.

Sie dürfen Ihre nicht volljährigen Kinder in eine Spielhalle nicht mitnehmen. Diese Bestimmung bewirkt, dass auch eigentlich erlaubte Billardtische oder Kicker für Minderjährige nicht zugänglich sind, wenn sie in einer Automatenspielhalle stehen.

Reine Billardhallen oder Kickerhallen sind selbstverständlich denkbar und unterliegen nicht dem Zutrittsverbot für Jugendliche, sofern sich dort keine Geldspielgeräte befinden.

Auf Galopprennbahnen und Trabrennbahnen gilt ebenfalls ein Wettverbot, während der Besuch der Pferdesportveranstaltungen Kindern und Jugendlichen erlaubt ist.

Die Kontrolle der Volljährigkeit

Wenn Spielteilnehmer nicht eindeutig als Erwachsene erkennbar sind, muss das Aufsichtspersonal in Spielhallen ebenso wie die Totalisator-Angestellten auf der Rennbahn nach dem Ausweis fragen. Das gilt auch für die Spielscheinabgabe in der Lottoannahmestelle.

Das Abgeben eines Lottoscheines im Auftrag eines Erwachsenen ist selbst dann nicht erlaubt, wenn der Minderjährige dessen Kundenkarte vorlegt. Die Schufa bietet den Anbietern von Online-Glücksspielen eine Bestätigung der Volljährigkeit an, bei der sie keine Bonitätsdaten übermittelt.

Erweiterter Jugendschutz durch Spielhallengesetze

Die Spielhallengesetze der einzelnen Bundesländer sehen als Ergänzung zum Jugendschutz Mindestabstände zwischen einer Schule und einer Automatenspielhalle vor. Der Abstand beträgt mindestens einhundert Meter und wurde in vielen Ländern erhöht. Die meisten Bundesländer fordern einen Mindestabstand auch zwischen Spielhallen und außerschulischen Jugendeinrichtungen.