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FragenHilfe bei SpielsuchtSelbst- und Fremdsperre

Selbst- und Fremdsperre bei Spielsucht

Selbstsperre

Eine Selbstsperre für Glücksspiele können Sie jederzeit veranlassen. Sie müssen in diesem Fall weder eine bestehende Spielsucht nachweisen noch sonstige Gründe angeben. Die Aufhebung der Spielsperre können Sie frühestens nach einem Jahr beantragen, wobei Sie üblicherweise ein psychologisches Gutachten vorlegen müssen.

Fremdsperre

Über die Berechtigung zur Beantragung einer Fremdsperre verfügen dem Gesetzestext nach Angehörige und andere Personen. Damit ist es grundsätzlich möglich, dass gute Freunde oder selbst der Arbeitgeber einen entsprechenden Antrag einreichen. Im Gegensatz zu einer Selbstsperre muss eine beantragte Fremdsperre ausführlich begründet und mit Fakten hinterlegt werden.

Sollte ein Dritter eine Spielsperre gegen Sie beantragt haben, fordert der Empfänger des Antrages Sie zu einer Stellungnahme auf. Auf diese Weise wird ausgeschlossen, dass Kontrahenten gegeneinander unbegründete Glücksspielsperren verhängen lassen.

Genehmigung der Fremdsperre

Die Entscheidung über die Genehmigung oder die Ablehnung der beantragten Fremdsperre erfolgt nach sorgfältiger Abwägung der angegebenen Gründe und Ihrer Stellungnahme. Hinsichtlich der Aufhebung der Spielsperre gelten dieselben Bedingungen wie bei der Selbstsperre.

Wovor schützt die Sperre?

Die Selbst- und Fremdsperre unterbindet den Besuch von Spielbanken sowie die Teilnahme an Sportwetten und Keno in Lotto-Annahmestellen. Die Lottogesellschaften setzen sie teilweise freiwillig auch für das Online-Lotto um, in der stationären Annahmestelle können gesperrte Spieler jedoch weiterhin überall einen Lottoschein abgeben. Des Weiteren schützt die Spielsperre nicht vor dem Besuch von Spielhallen.

Eigene Sperrsysteme für Spielhallen und Wettanbieter

Der Glücksspieländerungsstaatsvertrag sieht die Einführung eines gesonderten Sperrsystems für Spielhallen vor. Umgesetzt ist ein vergleichbares System bislang lediglich in Hessen, wo Spielhallenbesucher eine Spielerkarte erwerben beziehungsweise vorzeigen müssen. Die meisten Wettanbieter sind an keine zentrale Sperrkartei angeschlossen, sondern ermöglichen lediglich die Beantragung einer Sperre für den einzelnen Buchmacher.