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Sind Sportwetten riskanter als Lotto?

Die BGzA stuft Sportwetten als besonders gefährlich ein

Wenn Sie den Selbsttest der BGzA durchführen und dabei angeben, dass Sie gelegentlich an Sportwetten teilnehmen, erhalten Sie in jedem Fall einen Warnhinweis, selbst wenn Ihr Spielverhalten als verantwortungsbewusst bewertet wird. Ob Wetten auf Sportereignisse tatsächlich leicht zur Sucht führen, lässt sich jedoch weniger eindeutig als von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung angenommen sagen.

Argumente für die Suchtgefährdung von Sportwetten

Sportwetten sind täglich verfügbar und ermöglichen somit, an allen Wochentagen mehrere Wetten abzugeben. Die Spielteilnehmer glauben zudem, dass sie selbst ihren Wetterfolg durch Fachwissen und durch die geschickte Auswahl der von ihnen gespielten Sportereignisse beeinflussen können. Des Weiteren sind bei Sportwetten extrem hohe Einsätze möglich. Die im Vergleich zum Lotto häufigeren Kleingewinne steigern das Suchtpotential von Sportwetten ebenfalls.

Gegenargumente bezüglich der Gefahr von Sportwetten

Hohe Wetteinsätze sind zwar möglich, aber nicht zwingend erforderlich. Die Teilnehmer an Sportwetten können sich vielmehr jederzeit für niedrige Einsätze je Wette entscheiden. Zudem sind hohe Einsätze weniger kritisch als große Verluste. Wenn Sie bei Sportwetten ausschließlich oder überwiegend einfache Chancen spielen, gewinnen Sie einen höheren Anteil Ihrer Einsätze als beim Lotto zurück. Fachwissen erleichtert bei Sportwetten tatsächlich, überwiegend richtige Vorhersagen zu treffen. Aus diesem Grund können Sie das Spielergebnis nicht vermeintlich, sondern tatsächlich teilweise selbst beeinflussen. Zudem sind Jackpots in Millionenhöhe den Wetten auf Sportereignisse fremd.

Die Bewertung der Argumente

Mindestens ein Sachverhalt, nämlich das häufigere Gewinnen kleinerer Beträge, lässt sich wahlweise als Argument für oder gegen die größere Suchtgefahr von Sportwetten gegenüber dem Lotto verwenden. Eine eindeutige Aussage über die reale Spielsuchtgefahr ist bei Wetten nicht möglich. Die Anzahl der Wettsüchtigen unter den Glücksspielsüchtigen ist bislang jedoch gering.